Das Erbacher Judo‑Team hat seine erste Saison in der Baden‑Württemberg‑Liga eindrucksvoll gemeistert und sich nach einem bemerkenswerten Durchmarsch durch Bezirks‑, Landesliga‑Süd und Württemberg‑Liga nun den Vizemeistertitel gesichert. Das erklärte Ziel für 2026 war zunächst der Klassenerhalt – doch die Mannschaft des TSV Erbach zeigte schnell, dass deutlich mehr möglich ist.

Starker Auftakt in Esslingen
Bereits am ersten Kampftag am 13. März in Esslingen legten die Erbacher Judoka mit Siegen über Offenburg, Heitersheim und Esslingen den Grundstein für eine erfolgreiche Saison. Platz zwei nach dem Auftakt bedeutete: Das Saisonziel war frühzeitig erreicht.


Spannung pur am zweiten Wettkampftag
Anfang Mai warteten vier weitere starke Teams auf die Erbacher Athleten. Gegen den Budo Club Karlsruhe gelang ein überzeugender 5:2‑Erfolg, getragen von starken Leistungen von Baptiste Martorrell, Mark Zeiss, Andreas Laupheimer, Florian Mayr und Tobias Pfeil.
Im Anschluss folgte das Duell gegen den gastgebenden Verein aus Ravensburg. Trotz großer Motivation mussten gleich drei der besten Erbacher Punktesammler Niederlagen hinnehmen. Die Begegnung endete 5:2 – ein Rückschlag, der jedoch nicht lange nachwirkte.
Mit zwei hart erkämpften 4:3‑Siegen über den PS Karlsruhe und Mosbach sicherte sich das Team schließlich doch noch den Vizetitel in der Baden‑Württemberg‑Liga, der dritthöchsten Judo‑Liga Deutschlands.


Dank an Unterstützer und Gaststarter
Besonderer Dank gilt den befreundeten Athleten Tobias Pfeil aus Hemsbach sowie den Mayr‑Brüdern aus Friedberg, die das Team mit großem Einsatz verstärkten und maßgeblich zum Erfolg beitrugen.
Blick nach vorn
Für die kommende Saison hofft das Erbacher Judo‑Team auf die Rückkehr dreier Eigengewächse: den Brüdern Popp sowie Daniel Paulsin. Mit ihnen könnte der TSV Erbach sogar um den Titel und den möglichen Aufstieg in die 2. Bundesliga mitkämpfen.
Ein solcher Schritt wäre jedoch auch finanziell herausfordernd. Ohne zusätzliche Unterstützung durch Sponsoren wäre ein Aufstieg kaum realisierbar. Die Abteilung freut sich daher über jede Form der Förderung, um den erfolgreichen Weg weiterzugehen.
Mark Zeiss ist Süddeutscher Judomeister – ein Triumph für den Erbacher Judosport
Mark Zeiss hat erneut eindrucksvoll gezeigt, welch außergewöhnliches Talent im Erbacher Judoteam heranwächst. Nur wenige Tage nach seinem starken Auftritt bei den Baden‑Württembergischen Mannschaftsmeisterschaften, bei denen er maßgeblich zum Erfolg seines Teams beitrug, stand er bereits wieder auf der Matte – diesmal bei den Süddeutschen Einzelmeisterschaften im bayerischen Peiting. Dort präsentierte er sich in absoluter Topform und dominierte das Turnier von Beginn an.

Blitzstart ins Turnier
Gleich im Auftaktkampf setzte Mark ein klares Zeichen: Mit einem 6‑Sekunden‑Blitzsieg über den Königsbrunner Lorenz startete er überzeugend in den Wettkampftag. Auch in den folgenden Begegnungen ließ er keinen Zweifel an seiner Entschlossenheit und Klasse. Mit technisch sauberen und taktisch klugen Siegen über Reimann Paulus aus Großhadern, Kranz aus Puchheim und Onischenko aus Heidelberg kämpfte er sich souverän bis ins Finale vor.
Finale mit technischer Brillanz
Dort wartete mit Guilbaut aus Ravensburg ein starker Gegner, doch Mark zeigte auch hier seine ganze Routine und Variabilität. Mit einem präzise ausgeführten Yoko Tomoe Nage, einem seitlichen Opferwurf, bei dem der Werfer den Gegner über ein eingehaktes Bein zur Seite kippt, brachte er seinen Kontrahenten in Bedrängnis und sicherte sich im Anschluss durch eine kontrollierte Hebeltechnik den entscheidenden Punkt. Damit krönte er sich zum Süddeutschen Meister bis 73 kg und löste gleichzeitig das Ticket zur Deutschen Meisterschaft Anfang Juni in Duisburg.
Bedeutung für den Verein
Dieser Erfolg ist nicht nur ein persönlicher Meilenstein für Mark Zeiss, sondern auch ein bedeutender Moment für die gesamte Abteilung Judo des TSV Erbach. Er zeigt, wie konsequente Trainingsarbeit, Teamgeist und Leidenschaft zu sportlichen Höchstleistungen führen. Der Verein darf stolz auf seinen Athleten sein – und darf sich auf spannende Kämpfe bei der Deutschen Meisterschaft freuen.
– Input und Hintergrundinformationen wurden von Jörg Berken bereitgestellt.
